Über uns

Die Jüdischen Kulturtage 2020 im Taubertal werden  - leider - nicht mehr von einem Seminarkurs der Kaufmännischen Schule Bad Mergentheim organisiert (weil die Schüler*innen 2019/20 andere Seminarthemen bearbeiten), sondern dieses Mal von den Bildungspartnern als Team, wobei die Federführung bei der Gemeinde Igersheim liegt - der Kommune, von der die Impulse für diese Bildungspartnerschaft 2010 ausgingen.

 

Inzwischen wird diese Bildungspartnerschaft - urpsprünglich von dem jüdischen Ehepaar Roy und Adele Igersheim aus den USA, der  Johann-Adam-Möhler Schule  und der Manfred-Schaffert-Bürgerstiftung Igersheim ugegründet - von mehreren Igersheimer Akteuren  (Gemeinde, Jugendarbeit, Heimatverein, Kulturkreis, ...)  gemeinsam mit dem Deutschordensmuseum und der Kaufmännischen Schule Bad Mergentheim sowie  dem Jüdischen Museum Creglingen und ab 2020 auch von der Stadt Niederstetten getragen.  Es ist schön, dass dieses Projekt inzwischen zu einer festen, 2-jährigen Veranstaltungsreihe im Main-Tauber-Kreis geworden ist.

 

Ohne das ideelle und finanzielle Engagement der Initiatoren und Stifter, Roy und Adele Igersheim, die seit 2018 auch gemeinsam mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, die Schirmherrschaft über die Jüdischen Kulturtage im Taubertal innehaben, wären die Jüdischen Kulturtage im Taubertal nicht entstanden.

 

Ob sie ohne sie in dieser starken Form weiterbestehen würden - wir wissen es nicht. Denn wenn extra für die Jüdischen Kulturtag 2020 sechs Juden aus Amerika anreisen und sich hier mit und für uns engagieren, dann ist das eine riesige Motivation und Auftrag an uns, dieses Bildungsprojekt ernst zu nehmen.

Wir wissen, sie ist immens wichtig. Vor allem in der heutigen Zeit. Und deshalb sind wir für jedes Engagement dankbar  - von unseren jüdischen Freunden, aber auch von allen nichtjüdischen Menschen im Taubertal, die sie mit Interesse annehmen und unterstützen möchten.

 

Wir freuen uns, dass neben den Bildungspartnern noch weitere engagierte Partner sich hinter die Idee dieser Bildungspartnerschaft stellen. Dies sind 2020

  • Die Buchhandlung Moritz und Lux Bad Mergentheim,
  • der Historiker und Buchautor Hartwig Behr, Bad Mergentheim
  • das Busunternehmen Fa. Lillig Bad Mergentheim,
  • das Kino "Movies" Bad Mergentheim,
  • das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg 
  • und alle Sponsoren, die uns unterstützen.

Herzlichen Dank Ihnen allen. Es ist gut, dass es die Jüdischen Kulturtage im Taubertal gibt. Sie zeigen, dass bei uns auch Menschen aus anderen Kulturkreisen und anderen Glaubens willkommen sind.  Dass wir aus der Geschichte gelernt haben und gemeinsam dazu beitragen, dass sich das dunkelste Kapitel unserer Vergangenheit nie wiederholt. Das eint uns wohl alle, die wir uns hier engagieren....

 

Rückblick und DANK an dasKoordinatoren-Team der  Jüdischen Kulturtage 2018: (von oben links) Benedikt Selbach, Marco Girg, Jana Krank; (von unten links) Valeria Zwetzich, Angelina Lesch, Lisa Ulsamer 

 

 

 

 

Das Koordinationsteam 2017: (von vorne links) Emily Baur, Lea-Marie Beer, Lea Melina Deppisch
Das Koordinationsteam 2017: (von vorne links) Emily Baur, Lea-Marie Beer, Lea Melina Deppisch

„Klezmer im Elfenpalast“ Konzert mit Helmut Eisel und Birke Falkenroth


Sa, 02.10.2021

… Schon König David spielte einst Harfe, um seine Freunde und Gäste zu unterhalten…

 

Zur Eröffnung der „Jüdischen Kulturtage im Taubertal 2021“ präsentiert der international renommierte Klarinettist Helmut Eisel im Duo mit Birke Falkenroth an der Harfe sein neues Programm „Klezmer im Elfenpalast“.

 

Freuen Sie sich auf elfenzarte Klänge, herrliche Balladen und aufregend fetzige Titel zwischen Tango und Jazz, die das perkussive Element der Harfe hervorkehren und die Luft zum Flirren bringen…

  • Uhrzeit: 20:0 Uhr (Beginn), 19:30 Uhr (Einlass)
  • Veranstaltungsort: KULT Niederstetten (Hauptstr. 52/1)
  • Veranstalter: Stadt Niederstetten 
  • Eintritt: 16,00 €, ermäßigt: 14,00€

 


„Mannheim – Izieu – Auschwitz“


Sa, 02. - 16.10.2021

Die Wanderausstellung erzählt die Geschichte von vier jüdischen Kindern aus Mannheim, die in Auschwitz getötet wurden.

 

Sie waren unter den über 6000 badischen Juden, die im Herbst 1940 in das Sammellager Gurs in Südfrankreich deportiert wurden.

 

  Auf 21 Tafeln werden die Stationen der vier jüdischen Kinder Sami       

  Adelsheimer, Max Leiner, Fritz Löbmann und Otto Wertheim auf ihrem   

  Weg von Mannheim nach Auschwitz und Hintergrundinformationen zu   

  ihrem Leben aufgezeigt.

  • Uhrzeit: Es gelten die Öffnungszeiten des Rathauses
    • Montag: 16:30 - 19:30 Uhr
    • Mittwoch: 10:00 - 11:30 Uhr  
    • Donnerstag: 10:00 - 11:30 Uhr und 15.00 – 17.30 Uhr
    • Freitag: 15:00 - 17:30 Uhr
  • Veranstaltungsort: Städt. Mediothek, Niederstetten, Hauptstraße 52/1     
  • Veranstalter: Stadt Niederstetten in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg
  • Eintritt: frei

 


Ortsführung – Auf den Spuren jüdischen Lebens in Igersheim


So, 03.10.2021

Mit der Deportation der letzten fünf Igersheimer Juden in den Tod ging eine lange jüdische Ortsgeschichte zu Ende. Heimathistoriker Ulrich Dallmann bringt Ihnen im Ramen einer Ortsführung die Geschichte der Juden in Igersheim näher.

 

Das Taubertal hat im Hochmittelalter zu den Gebieten mit der größten jüdischen Population in Deutschland gehört. Auch Igersheim gehörten nachweislich seit dem 15. Jahrhundert zur dörflichen Gemeinschaft.

1812 lebten 53 jüdische Einwohner in Igersheim, bei Machtergreifung der Nazis 1933 noch 11.

 

Am 28. Nov. 1941 mussten die letzten damals noch in Igersheim wohnenden Juden Schmay und Elsa Hartheimer mit ihrer Tochter Rosa sowie Max und Gertrud Rosenheimer unter Bewachung ihre Koffer zum Bahnhof schleppen und wurden mit dem Zug zum Sammellager auf dem Killesberg Stuttgart und von dort aus ins Vernichtungslager nach Jungfernhof in Riga deportiert, das die fünf jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht überlebten.

Damit endete eine jahrhundertelange Verbindung von Christen und Juden in Igersheim.

Beim Ortsrundgang führt uns Heimathistoriker Ulrich Dallmann zu den Stätten jüdischen Lebens in Igersheim, zu den Stolpersteinen vor den Häusern der ermordeten Juden im Ortskern, zur früheren Synagoge mit der „Judenschul“.

  • Uhrzeit: 17:00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Rathaus Igersheim, Möhlerplatz 9
  • Veranstalter: Gemeinde Igersheim
  • Eintritt: frei