Wunderbare Improvisation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gruppe „Kleztett“ gab im Rahmen der Jüdischen Kulturtage ein Klezmer-Konzert im Roten Saal des Schlosses.

Im Rahmen der „Jüdischen Kulturtage Taubertal“ fand kürzlich im Roten Saal des Deutschordensschlosses ein Klezmer-Konzert mit der Gruppe „Kleztett“ statt.

 

Die Musikerin Elisabeth Brose führte das begeisterte Publikum mit ihren zahlreichen Geschichten durch den Abend. Die Geschichte von einem Klezmer-Komponisten, der bei jedem Stück dem Publikum den Rücken zukehrte, aus Angst seine Spielweise werde kopiert, und auch das von Elisabeth Brose komponierte Stück „Freilach“ für ihren Onkel Karl, der immer nach der Arbeit mit seiner Klarinette aus dem Fenster spielte, ließ die Stimmung der Gäste weiter ansteigen.

 

„Kleztett“ überzeugte den ausverkauften Saal mit eigenen Arrangements und farbigen Improvisationen. Die sechs leidenschaftlichen Musiker haben es sich zum Ziel gesetzt, die ostjüdische Musik weiterzuentwickeln. Auf der Bühne überzeugten Elisabeth Brose an der Klarinette und Bassklarinette, Irmgard Brose am Violincello, Werner Dürr an der Violine und Viola, Walter Kemmer an der Klarinette und Querflöte, Herma Paul am Piano und Hellmar Weber am Saxofon und der Klarinette. Dieser äußerst stimmungsvolle und erfolgreiche Abend wurde von den Seminarkursschülerinen Lisa Ulsamer, Valeria Zwetzich und Angelina Lesch des Wirtschaftsgymnasiums der Kaufmännischen Schule in Bad Mergentheim auf die Beine gestellt.

 

Anlass für dieses musikalische Event waren die Jüdischen Kulturtage im Taubertal 2018, die noch mit vielen weiteren Veranstaltungen fortgeführt wurden. Vor Ort befanden sich auch die Schirmherren Roy und Adele Igersheim aus den USA, die für die Jüdischen Kulturtage extra angereist waren. Seit 2010 besteht die Bildungspartnerschaft „Aufarbeitung des Holocausts“ zwischen dem jüdischen Ehepaar Adele und Roy Igersheim aus den USA und der Gemeinde Igersheim.

 

© Fränkische Nachrichten, Montag, 14.05.2018

„Klezmer im Elfenpalast“ Konzert mit Helmut Eisel und Birke Falkenroth


Sa, 02.10.2021

… Schon König David spielte einst Harfe, um seine Freunde und Gäste zu unterhalten…

 

Zur Eröffnung der „Jüdischen Kulturtage im Taubertal 2021“ präsentiert der international renommierte Klarinettist Helmut Eisel im Duo mit Birke Falkenroth an der Harfe sein neues Programm „Klezmer im Elfenpalast“.

 

Freuen Sie sich auf elfenzarte Klänge, herrliche Balladen und aufregend fetzige Titel zwischen Tango und Jazz, die das perkussive Element der Harfe hervorkehren und die Luft zum Flirren bringen…

  • Uhrzeit: 20:0 Uhr (Beginn), 19:30 Uhr (Einlass)
  • Veranstaltungsort: KULT Niederstetten (Hauptstr. 52/1)
  • Veranstalter: Stadt Niederstetten 
  • Eintritt: 16,00 €, ermäßigt: 14,00€

 


„Mannheim – Izieu – Auschwitz“


Sa, 02. - 16.10.2021

Die Wanderausstellung erzählt die Geschichte von vier jüdischen Kindern aus Mannheim, die in Auschwitz getötet wurden.

 

Sie waren unter den über 6000 badischen Juden, die im Herbst 1940 in das Sammellager Gurs in Südfrankreich deportiert wurden.

 

  Auf 21 Tafeln werden die Stationen der vier jüdischen Kinder Sami       

  Adelsheimer, Max Leiner, Fritz Löbmann und Otto Wertheim auf ihrem   

  Weg von Mannheim nach Auschwitz und Hintergrundinformationen zu   

  ihrem Leben aufgezeigt.

  • Uhrzeit: Es gelten die Öffnungszeiten des Rathauses
    • Montag: 16:30 - 19:30 Uhr
    • Mittwoch: 10:00 - 11:30 Uhr  
    • Donnerstag: 10:00 - 11:30 Uhr und 15.00 – 17.30 Uhr
    • Freitag: 15:00 - 17:30 Uhr
  • Veranstaltungsort: Städt. Mediothek, Niederstetten, Hauptstraße 52/1     
  • Veranstalter: Stadt Niederstetten in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg
  • Eintritt: frei

 


Ortsführung – Auf den Spuren jüdischen Lebens in Igersheim


So, 03.10.2021

Mit der Deportation der letzten fünf Igersheimer Juden in den Tod ging eine lange jüdische Ortsgeschichte zu Ende. Heimathistoriker Ulrich Dallmann bringt Ihnen im Ramen einer Ortsführung die Geschichte der Juden in Igersheim näher.

 

Das Taubertal hat im Hochmittelalter zu den Gebieten mit der größten jüdischen Population in Deutschland gehört. Auch Igersheim gehörten nachweislich seit dem 15. Jahrhundert zur dörflichen Gemeinschaft.

1812 lebten 53 jüdische Einwohner in Igersheim, bei Machtergreifung der Nazis 1933 noch 11.

 

Am 28. Nov. 1941 mussten die letzten damals noch in Igersheim wohnenden Juden Schmay und Elsa Hartheimer mit ihrer Tochter Rosa sowie Max und Gertrud Rosenheimer unter Bewachung ihre Koffer zum Bahnhof schleppen und wurden mit dem Zug zum Sammellager auf dem Killesberg Stuttgart und von dort aus ins Vernichtungslager nach Jungfernhof in Riga deportiert, das die fünf jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht überlebten.

Damit endete eine jahrhundertelange Verbindung von Christen und Juden in Igersheim.

Beim Ortsrundgang führt uns Heimathistoriker Ulrich Dallmann zu den Stätten jüdischen Lebens in Igersheim, zu den Stolpersteinen vor den Häusern der ermordeten Juden im Ortskern, zur früheren Synagoge mit der „Judenschul“.

  • Uhrzeit: 17:00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Rathaus Igersheim, Möhlerplatz 9
  • Veranstalter: Gemeinde Igersheim
  • Eintritt: frei